
Am 30. Oktober 2025 haben wir gemeinsam die Zukunft der Moorbibliothek aufgeschlagen. Eine Pressemitteilung dazu findest Du hier.
Gern möchten wir Dich auch auf eine Rundreise durch die Bibliothek mitnehmen und stellen Dir die ausgewählten Bücher sowie die dazugehörigen Stiftungsziele hier vor:
- Claus Langmaack hat das älteste Buch (1658) der Bibliothek „Tractatus de Turffis“ von Martinus Schoockius vorgestellt, welches bereits ein Kapitel über Moorrestauration enthält. (Fun Fact: Das Buch ist zusammen gebunden mit einem Buch aus 1621 über Jungfräulichkeit und eheliche Keuschheit). Mit diesem Buch hat Claus Langmaack das Stiftungsziel „Erziehung, Volks- und Berufsbildung“ vorgestellt.
- John Couwenberg hat die Stiftungsziele „Wissenschaft und Forschung“ vorgestellt. Anhand von den Erkenntnissen von C. A. Weber und Jekatarina Galkina hat er dargelegt, wie viel Wissen bereits vorhanden ist, und wie dieses wegen Unkenntnis über das vorhandene Wissen immer wieder neu entdeckt wird.
- Hans Joosten hat für Swantje Furtak die Geschichte um die Moor-Malerinnen Paula Modersohn-Becker (Worpswede) und Anna Klein (Dachau), vorgestellt. Die Bilder von Anna Klein wurden während der NS Zeit als entartet erklärt und sie selbst erschossen. Hiermit wurden die Stiftungsziele „Kunst und Kultur“ dargestellt.
- Achim Schäfer stellte für Arthur König die verschiedenen Ausgaben des Buchs „Die Moorsoldaten“ vor. In der Bibliothek gibt es Fassungen aus der Schweiz (1935), Niederlande (1935), Argentinien (1940), Großbritannien (1940), und schließlich Deutschland (1946). Damit sollte auf das Stiftungsziel „Andenken an Verfolgten, Kriegs- und Katastrophenopfer und Diskriminierten“ hingewiesen werden.
- An dieses Ziel knüpften die Bücher an, die Eline Joosten vorstellte. Allerdings handeln die Romanen nicht von Zwangsarbeit sondern von Freiheit und Rettung im Moor für Sklav*innen: Die Romane „Dred“ (1856) von Harriet Beecher Stow und „Unbound“ von Ann E. Burg (2016).
- Franziska Tanneberger stellte mittels „Moore in der Landschaft“ (1986), „Landschaftsökologische Moorkunde“ (1988) und „Moore in Deutschland (2022) die Inspiration von Michael Succow und Lebrecht Jeschke und damit das Stiftungsziel „Natur- und Umweltschutz, Klimaschutz und Hochwasserschutz“ vor.
- Anhand des Buches vom Herzog zu Mecklenburg „Vom Kongo zum Niger und Nil. Berichte der deutschen Zentralafrika-Expedition 1910 / 1911“ sprach Hans Joosten über das Ziel „Entwicklungszusammenarbeit: internationale Gesinnung, Völkerverständigung“.
- Das Kinderbuch „Anna und Jana“ (1981), von den Enkelkindern vorgestellt, wies auf die Kinderbuchabteilung hin.
Auch zum Abschluss dieser digitalen Rundreise durch die Bibliothek möchte der Vorstand, das Kuratorium und die Stifterin sich nochmal bei allen Beteiligten für die gemeinsame Arbeit an der Moorbibliothek bedanken: Wir haben es geschafft!








Einblicke in die Eröffnungsveranstaltung (Fotos: Stephan Busse)
